Sonntag, 30. Januar 2011

Verkostung am 29.01.2011
Weißwein weltweit

1. Joh. Bapt. Schäfer, Scheurebe trocken, 2008, 12%
Burglayen, Nahe/ Deutschland
2. Brancott Estate, Sauvignon Blanc, 2010, 13%
Malborough/ Neuseeland
3. Delas, Viognier Vin de Pays d'Oc Sélection Delas, 2009, 13,5%
Tournon-sur-Rhone/ Frankreich
4. Johann Topf, Weißburgunder Stangl, 2007, 14%
Strass, Kamptal/ Österreich

Farbe:
Mit zunehmender Intensität: 2 - 1- 4 - 3.
1 und 2: glanzhell wobei 1mit leicht grünen Reflexen.
4: goldige Reflexe.
3: strohgelb mit bräunlichen Reflexen.

Erste Nase:
1. Nektarine/ Pfirsich, Mineralität; später: Kiwi, Stachelbeere.
2. Cassis, Holunderbeeren, Stachelbeere, Paprika.
3. Birne, leichte Vanillearomen, zart, fein.
4. Röstaromen, Apfel (rot, mehlig), Haselnuß.

Zweite Nase:
1. Mineralisch, fruchtig, leicht pudrig.
2. Hollunderbeere, weich/cremig, Hauch grüne Paprika.
3. Birne, süße Banane, etwas Lilien, Netzmelone.
4. Karamell mit frischen Noten.

Gaumen:
1. Mandarine, lebendige Säure, kühle Stilistik, Mineralität.
2. Geschmacksbogen aus Paprika-Frucht-Paprika mit etwas weißem Pfeffer. Haftet kühl vor den Zähnen.
3. Kontrast zur Nase: gerine Säure ist zwar typisch für Viognier, Wein wirkt aber unrund, alkoholisch im Abgang; Kräuterbitter.
4. Holz, Röstaromen, Karamell.

Infos:
www.weingut-topf.at

Sonntag, 23. Januar 2011

Verkostung am 22.01.2011
Duftsorten Wachau/ Franken


1. Muthenthaler, Gelber Muskateller Ried Bruck, 2009, 12%
   Vießling, Wachau/ Österreich
2. Kartäuser Hof, Sauvignon Blanc Federspiel, 2009, 12,5%
   Weißenkirchen, Wachau/ Österreich
3. Zehnthof Luckert, Sauvignon Blanc Sulzfelder Cyriakusberg 
   Kabinett trocken, 2009, 12,5%
   Sulzfeld/Main, Franken/ Deutschland
4. Michael Fröhlich, Muskateller Untereisenheimer Sonnenberg 
   Kabinett, 2009, 13%
   Escherndorf, Franken/ Deutschland

Farbe:
Mit zunehmender Intensität: 2 - 3 - 1 - 4, wobei 2 glanzhell und 1 und 4 etwas gelblicher mit grünen Reflexen sind.

Erste Nase:
1. Mineralik, Exotik, Ananas, Traubenzucker, Birne, pudrig.
2. Stachelbeere, gelbe Paprika, grüne Exotik, dicht.
3. Zarte Nase, reife Aprikose, Mango, Mineralik.
4. Maracuja, cremig; unser Bild "Cujamara Split"

Zweite Nase:
1. Feuerstein, starke Mineralität.
2. Gelbe Paprika dominiert; Stachelbeere jetzt weniger stark.
3. Verhalten; zarte Exotenfrucht.
4. Wie erste Nase.

Gaumen:
1. Mandarine, Apfel, Mineralik. Schöner, ausgewogener Abgang.
2. Paprika, Mineralik, Stachelbeere - erinnert an Südafrikanische Weine. Sehr intensiv, dicht, engmaschig.
3. Abgang: Sahnebonbon, etwas Karamell. Sorten-untypisch.
4. Rosa Grapefruit

FAZIT:
Favorit und mit EUR 6,50 eindeutiger PLV- Sieger: 4.

Infos:
www.weingut-michael-froehlich.de

Freitag, 14. Januar 2011

Verkostung am 14.01.2011
Rotwein quer - drei Länder
(special guest: Holly)


1. Schreckbichl, Pinot Nero Riserva St. Daniel, 2003, 13%
    Girlan, Südtirol/Italien
2. Claus Preisinger, Heideboden, 2008, 13%
    Gols, Burgenland/Österreich
3. Umathum, Haideboden, 2004, 13%
    Frauenkirchen, Burgenland/Österreich
4. Chateau Cambon La Pelouse, Bordeaux, 2005, 13,5%
    Bordeaux/Frankreich

Farbe:
nach zunehmender Farbintensität:
1. bräunlich-rot
2. violett
3. rubinrot mit violetten Reflexen
4. schwarzrot

Erste Nase:
1. Amarenakirsch, dunkle Schokolade
2. nasser Ziegel, Schwefel, Pilze
3. Fleisch, Speck, ganz dunkle Kirsche
4. Veilchen, Jute, Jod

Zweite Nase:
1. in Alkohol eingelegte Erdbeeren, Datten, stechend, Walnüsse, Averna mit Zitrone
2. Hagebutten, Leder, Grissini, Holz, wie erste Nase
3. Erbseneintopf mit Räucherspeck, Kräuter, Thymian, Lavendel
4. Cassis, Vanille, Zwetschgendatschi, Lorbeer

Gaumen:
1. Erdbeer, bissig im Abgang
2. dunkle Schokolade, Kirsche, Vanille, Brombeere, kantiger Abgang
3. Leder, Tabak, weich und wuchtig, grüne Paprika, Pfeffer an der Zungenspitze
4. weich, samtig, wärmt den Mund; Vanille; man kann den Wein eher über seinen Effekt beschreiben, als einen Geschmack zu finden; Zunge und Mundraum werden pelzig und warm; "Nachzünden"; mysteriös, sexy! sehr interessanter Wein -> "Verführerwein"!

Infos:

Freitag, 7. Januar 2011

Verkostung am 07.01.2011
Weißwein quer - drei Länder


1. Alzinger, Grüner Veltliner Smaragd Mühlpoint, 2009, 13,5%
    Unterloiben, Wachau/Österreich
2. Veyder-Malberg, Riesling Bruck, 2009, 12,5%
    Spitz, Wachau/Österreich
3. Andreas Laible, Grauburgunder Großes Gewächs Durbacher 
    Plauelrain, 2009, 13,5%
    Durbach, Baden/Deutschland
4. Fattoria Colombara, Gebrüder Gozzi, Gelber Muskateller Le Falme,
    2007, 15%
    Monzambano, Mantua/Italien

Farbe:
nach aufsteigender Farbintensität:
1. glanzhell/strohgelb mit leicht grünlichen Reflexen
3. strohgelb mit rötlichen Reflexen
2. strohgelb, leicht moussierend
4. altgold

Erste Nase:
1. Mineralik, reife Abate-Birne?
2. reifer Pfirsich, cremig, saftig, etwas Exotik
3. Sahnebonbon, gelbe Banane
4. Litschi-Rose, Williamsbirne, kantige Süße

Zweite Nase:
1. Mineralik, jetzt grüne Birne
2. cremiger Pfirsich
3. gelbes Steinobst, sahnig
4. Likörnase, Kräuter, Menthol -> erinnert an Almdudler

Gaumen:
1. Mineralik, Kräuterwürze
2. anfangs Pfirsich, kantiger Mandelton, nußig (Cooper: gefällt nicht, Abgang versöhnt)
3. sehr vielschichtig und ausbalanciert: Säure, Frucht, Cremigkeit, nicht breit -> elegante, filigrane Cremigkeit, Mango, Favorit des Abends!
4. parfümierte Blumigkeit mit in Rosenwasser getränktem süßem Pfirsich

Infos:

Sonntag, 26. Dezember 2010

Verkostung am 26.12.2010
Rotwein quer


1. Alfred Bonnet, Merlot, 2007, 12,5%
    Friedelsheim, Pfalz/Deutschland
2. Erbeldinger, Spätburgunder Privat, 2006
    Bechtheim, Rheinhessen/Deutschland
3. Franz Haas, Pinot Nero, 2005, 13%
    Mautern, Südtirol/Italien
4. Dr. Burda, Fessenbacher Spätburgunder Kabinett halbtrocken,
    2004, 12%
    Offenburg-Fessenbach, Baden/Deutschland

Farbe:
1. rubinrot mit violetten Reflexen
2. bis 4. rostrot, erdig-warme Töne (2. Nuance dunkler)

Erste Nase:
1. Kirsche, Pflaume, Gewürze
2. Datteln, Vanille, etwas fleischig, rauchig, Leder
3. Weichseln, Brombeere?, Fruchtnoten
4. Pilze, Erde, keine Fruchtnoten

Zweite Nase:
1. Walderdbeeren, leichte Süße
2. frisches Holz, grün, getrocknete Feigen und Datteln
3. etwas Mentholfrische, wuchtige Nase, riecht alkoholisch, Weichseln
4. Leder, getrocknete Pilze, feuchte Erde

Gaumen:
1. wenig Tannine, saftig, süffig, leichte Süße im Abgang, Kirsche
2. Vanille, Zwetschge, später: Mineralik -> eleganter Wein mit schönem Körper, toll im Mund!
3. vorne fruchtig, wird immer rauchiger, bitterer; Bittermandel, kantig, etwas Leder
4. sehr weich, Pflaume, im Abgang: Pilze, würzig, erdig; Röstaromen eines Steaks

Infos:

Samstag, 18. Dezember 2010

Verkostung am 18.12.2010
Weißwein gereift - quer


1. Jurtschitsch, Riesling Heiligenstein Alte Reben, 2006, 13,5%
    Langenlois, Kamptal/Österreich
2. Schmelz, Grüner Veltliner Smaragd Pichl Point, 2006, 14%
    Joching, Wachau/Österreich
3. Erwin Sabathi, Grauburgunder Jägerberg, 2004, 13,5%
    Leutschach, Steiermark/Österreich
4. Rabl, Traminer Vinum Optimum, 2005, 13%
    Langenlois, Kamptal/Österreich

Farbe:
nach zunehmender Farbintensität:
2. strohgelb
3. strohgelb mit rot-bräunlichen Reflexen
1. altgold
4. bernsteinfarben

Erste Nase:
1. Mineralik, Zitrusfrische, Pfirsich
2. kreidige Mineralität, grüne Birne, vegetabil, Zuckerschoten
3. Butterscotch, frische Mineralität, nicht barock, reife Cantaloupe-Melone
4. etwas Exotik, Firnis, Aprikose

Zweite Nase:
1. rauchigeMineralität, weniger Frucht
2. grüne Birne, frische Mineraliät, kein Firnis
3. wie erste Nase, erster Eindruck von Holz verfliegt schnell
4. chemische Note, Honigmet

Gaumen:
1. sehr wuchtig, rauchig, kühler Abgang, Orangen(zesten)
2. Kreide, Kräuter, Teeblätter, etwas grüne Birne -> eigentlich kein "Fruchtwein"
3. wie Nase, wobei vorne Karamell, im Abgang Zitrusnoten, nicht wuchtig, gut eingebundenes Holz
4. süß, im Rachen rauchig, überreife Ananas

Fazit:
alle vier Weine wirken überraschend jung, insbesondere für 2. und 3. gilt: keine Altersnoten!

Infos:


Mittwoch, 8. Dezember 2010

Verkostung am 08.12.2010
Riesling Federspiel 2009


1. Rixinger, Riesling Federspiel Kalkofen, 2009, 12,5%
    Spitz, Wachau/Österreich
2. Jäger, Riesling Federspiel Ried Steinriegl, 2009, 12%
    Weißenkirchen, Wachau/Österreich
3. Knoll, Steiner Riesling Kabinett Ried Pfaffenberg, 2009, 12,5%
    Unterloiben, Wachau/Österreich
4. Rudi Pichler, Riesling Federspiel trocken, 2009, 12,5%
    Wösendorf, Wachau/Österreich

Farbe:
nach steigender Farbintensität: 
2. glanzhell
4. glanzhell mit grünen Reflexen
1. strohgelb
3. zitronengelb

Erste Nase:
1. Pfirsich und Mineralik, verhalten
2. etwas Aprikose, etwas Exotik, deutliche Mineralik, elegant
3. Apfel, Birne, Kiwi, grüne Frucht, Mineralik
4. fein-frische kühle Mineralik

Zweite Nase:
1. saftige Mineralik, weniger Frucht
2. weißer, unreifer Pfirsich, rauchige Mineralität
3. Netzmelone, grünes Fruchtfleisch
4. würzige Mineralik, erinnert an Grüner Veltliner

Gaumen:
1. anfangs etwas Pfirsich, im Abgang Zitrone
2. kühle Mineralik, knackig, grüne Birne, Hauch Limette
3. Kräuterwürze, etwas Nektarine
4. ausgewogener Körper, starke Mineralität, leichte Bitternoten

Fazit:
solide Runde ohne große Überraschungen, 2. und 3. am komplexesten

Infos:

Donnerstag, 18. November 2010

Verkostung am 18.11.2010
Weißwein quer Deutschland - Austria



1. Christine Pröstler, Weißburgunder 2009, 
    Franken/Deutschland
2. Alexander Laible, Riesling trocken Alte Reben ***, 2009
   Baden/Deutschland
3. Domäne Wachau, Grüner Veltliner Smaragd Pichl Point, 2009
    Wachau/Österreich
4. Nothnagl, Chardonnay Smaragd Ried Pluris, 2009, 13%
    Wachau/Österreich

Farbe:
1. glanzhell mit grünen Reflexen (leicht moussierend)
2. und 3. eher gelb (3. leicht moussierend)
4. glanzhell

Erste Nase:
1. Birne, stählerne Mineralik, Kreide
2. cremig, Nektarine, Banane
3. Mineralik, weiße Blüten, Honig?
4. Karamell, frischer grünes Obst

Zweite Nase:
1. Kreide, Mineralik, frische grüne Birne
2. Marille, evtl. Restsüße?
3. Mineralik, weiße Blüten
4. unser Bild: Bananensplit mit Karamell-Soße

Gaumen:
1. sehr trocken, leicht Grapefruit
2. Pfirsich, cremig-wuchtig, schöne Säure
3. keine Säure, bitterer Abgang, Grapefruit-Haut
4. wenig Säure, im Abgang: Mandarine

Infos:


Freitag, 5. November 2010

Geringste Weinernte der letzten 20 Jahre erwartet

Das heurige Weinjahr 2010 wird mengenmäßig eine der kleinsten Ernten der letzten 20 Jahre sein. Die Weinernteschätzung der Statistik Austria per Ende Oktober geht von einer Menge von 1,76 Mio. hl aus, das sind rund 30% weniger als eine durchschnittliche Erntemenge von 2,5 Mio hl pro Jahr. Der Österreichische Weinbauverband bestätigt diese Meldung. „Diese Erntemenge ist weniger als der normale Weinkonsum in Österreich, der im Schnitt bei 2,4 Mio. hl. liegt“, kommentiert Josef Pleil, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, die Situation. „Besonders dramatisch ist die Lage bei Weißwein, da hier aus der geringen Vorjahresernte auch kein Weißweinlagerbestand als Vorrat vorhanden ist.“

Preissteigerungen in allen Segmenten

Hauptgrund für die kleine Weinernte ist ein geringer Traubenansatz und schlechtes Wetter während der Blütezeit. Die niedrige Menge hat in der Folge auch starken Einfluss auf die Entwicklung der Traubenpreise. „Die Preise für Trauben haben sich heuer verdoppelt bzw. sogar verdreifacht“, erläuterte Gerhard Wohlmuth, Vorsitzender des Ausschusses Wein- und Spirituosenhandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Wir müssen unsere Weinpreise den Rohstoffpreisen anpassen. Es ist unumgänglich, die Preissteigerungen teilweise auch an die Kunden weiterzugeben.“

Marktanteilsverluste im Einstiegsbereich


„Besonders im Preiseinstiegsbereich wird es dadurch zu Marktanteilsverlusten kommen. Und auch im Export werden wir 2011 erstmals mengenmäßig keine Zuwächse erwarten können. Ich bin aber überzeugt, dass der Durchschnittsexportpreis dadurch 2011 steigt, was sich strategisch für die Zukunft positiv auswirken wird“, analysiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing weiter. „Erfreulich ist jedoch, dass wir von der kleinen Erntemenge Weine mit außergewöhnlicher Fruchtbrillanz und reintönigen Aromen erwarten können. Hier haben unsere Winzer wieder ganze Arbeit geleistet.“

Quelle: ÖWM

Samstag, 23. Oktober 2010

Verkostung am 16.10.2010
Weißwein quer: Austria - Deutschland


1. Alphart, Rotgipfler Rodauner 2008, 14%
    Traiskirchen, Thermenregion/Österreich
2. Pichler-Krutzler, Grüner Veltliner Klostersatz, 2008, 13%
    Oberloiben, Wachau/Österreich
3. Meintzinger, Rieslaner Frickenhäuser Fischer Spätlese trocken, 
    2009, 16%
    Frickenhausen, Franken/Deutschland
4. Andreas Laible, Riesling Durbacher Plauelrain halbtrocken, 2009,
    12%
    Durbach, Baden/Deutschland

Farbe:
1. gelb
2. goldgelb, leichte rötliche Reflexe
3. goldgelb, leicht grünliche Reflexe
4. glanzhell/strohgelb mit grünen Reflexen

Erste Nase:
1. gelbe Birne, Mineralik, Quitte
2. grüne Birne, Tee, Sternfrucht, Mineralik, Birnenkompott mit Hauch Nelke
3. reife Mango, Mineralik
4. metallisch-mineralisch

Zweite Nase:
1. Erbesenpüree, Mineralik, Birne; changiert zwischen vegetabil, mineralisch und fruchtig
2. Birnenkompott und Gewürze; Nelke?
3. Holunderblüte
4. Aprikose und viel Mineralik

Gaumen:
1. Kräuterbitter
2. Tonicwater, Wacholder, grüne Birne, Teeblätter
3. Holunderblüten, Mango
4. Nase wird immer schöner; am Gaumen Frucht und gute Säure, schöner Abgang; Aprikose

Fazit:
durch die Bank sehr individuell und wohlschmeckend; unsere Favoriten: 2 und 4 - wobei der Veltliner schwer zugänglicher, aber sehr interessant und facettenreich ist; kein Wein für Einsteiger. Der halbtrockene Riesling ist übrigens auch der Lieblingswein von Andreas Laible - jetzt verstehen wir warum!

Info:
www.pichler-krutzler.at
www.weingut-meintzinger.de